- 2 bis 3 Einheiten pro Woche à 15 bis 25 Minuten reichen am Kabelzug völlig aus. Mehr Einheiten bringen selten mehr, saubere Wiederholungen dagegen schon.
- Der Widerstand des TWHEELS Seilzugturms läuft über 14 Gewichtsblöcke mit zusammen 70 kg. Das sind 5 kg pro Block, und genau in diesen 5-kg-Schritten steigerst du.
- Der fertige 3-Tage-Plan weiter unten deckt Rücken, Schultern, Arme und Core ab. Für die Beine brauchst du zusätzlich Kniebeugen, Ausfallschritte oder ein zweites Gerät.
- Wird der Latzug mit 70 kg zu leicht, erweiterst du den Stapel auf 100 kg, statt den ganzen Plan umzubauen.
Inhalt
- Wie oft pro Woche solltest du trainieren?
- Welche Planvariante passt zu dir?
- Der konkrete 3-Tage-Plan
- Welches Gewicht stellst du ein?
- Wie steigerst du über acht Wochen?
- Die fünf teuersten Fehler
- Wie der Plan in einen normalen Schweizer Alltag passt
- Häufige Fragen
Ein Seilzugturm steht schnell da. Der Plan dazu fehlt meistens. Die Folge kennen wir aus vielen Gesprächen mit Kundinnen und Kunden: drei Wochen begeistert alles ausprobiert, dann liegt das Handtuch wieder über der Klimmzugstange. Dieser Text gibt dir deshalb keine weitere Übungsliste, sondern eine Struktur für deine Woche, konkrete Sätze und eine Regel, wann du mehr Gewicht auflegst.
Wie oft pro Woche solltest du am Seilzugturm trainieren?
Zwei bis drei Einheiten pro Woche mit je einem Tag Pause dazwischen sind für Kabelzug-Training zuhause die richtige Dosis. Die WHO empfiehlt Erwachsenen an mindestens zwei Tagen pro Woche muskelkräftigendes Training, und genau da liegt der Punkt, an dem Aufwand und Ergebnis am besten zusammenpassen.
Der praktische Vorteil des Turms: Weil er in der Wohnung steht, entfällt der Weg. Eine Einheit dauert 15 bis 25 Minuten statt anderthalb Stunden mit Anfahrt. Das verändert die Rechnung. Drei kurze Einheiten sind realistischer als zwei lange, die du dann doch verschiebst.
Welche Planvariante passt zu dir?
Es gibt drei sinnvolle Muster, und sie unterscheiden sich weniger im Ergebnis als in der Frage, wie gut du sie durchhältst. Hier stehen sie nebeneinander, inklusive dem, was jeweils dagegen spricht.
| Variante | Einheiten pro Woche | Dauer | Passt zu | Nachteil |
|---|---|---|---|---|
| 3-Tage-Split (unsere Empfehlung) | 3 | 15 bis 25 Min | Alle, die regelmässig zuhause sind und Fortschritt sehen wollen | Braucht drei feste Slots in der Woche |
| 2× Ganzkörper | 2 | 20 bis 25 Min | Einstieg, volle Wochen, Reisetätigkeit | Pro Muskelgruppe weniger Volumen, Fortschritt geht langsamer |
| 5× Kurzeinheit | 5 | 10 Min | Wer morgens ohnehin eine feste Routine hat | Wenig Erholung zwischen den Reizen, kippt schnell in Beliebigkeit |
Wir empfehlen den 3-Tage-Split, weil er das beste Verhältnis aus Reiz und Erholung hat und weil sich die Einheiten thematisch unterscheiden. Das ist der unterschätzte Teil: Wenn Montag anders aussieht als Freitag, langweilst du dich nicht in Woche vier.
Wie sieht ein konkreter Wochenplan aus?
So sieht eine Woche aus, wenn du montags, mittwochs und freitags trainierst. Die Übungen und die Sätze stammen aus unserer Übungsbibliothek für den Seilzugturm, dort findest du zu jeder Bewegung die Schritt-für-Schritt-Anleitung und den häufigsten Fehler.
| Tag | Fokus | Übungen | Dauer |
|---|---|---|---|
| Montag | Zug und Haltung | Latzug 3 × 8 bis 12 · Face Pull 3 × 12 bis 15 (leicht) · Überzüge mit gestreckten Armen 3 × 10 bis 15 | 15 Min |
| Mittwoch | Core und Rotation | Pallof Press 3 × 10 je Seite · Holzfäller von oben 3 × 10 bis 12 je Seite · Kabel-Crunch kniend 3 × 12 bis 15 | 15 Min |
| Freitag | Oberkörper komplett | Latzug 3 × 8 bis 12 · Reverse Fly einarmig 3 × 12 bis 15 je Seite · Trizepsdrücken 3 × 10 bis 15 · Bizeps-Curls 3 × 8 bis 12 | 20 bis 25 Min |
Zwei Dinge dazu, die im Plan nicht stehen, aber den Unterschied machen:
- Pause zwischen den Sätzen: 60 bis 90 Sekunden. Kürzer wird es Ausdauertraining, länger wird es ein Abend.
- Aufwärmen: ein leichter Satz zur ersten Übung. Ein bis zwei Blöcke, zehn ruhige Wiederholungen. Das ersetzt jedes Dehnprogramm vorweg.
- Die Klimmzugstange gehört dazu. Häng am Ende von Montag und Freitag zwei Sätze Beinheben oder, wenn du kannst, Klimmzüge an. Kostet zwei Minuten und trainiert genau das, was der Kabelzug nicht abdeckt.
Für die Beine ist ein Seilzugturm ehrlicherweise das falsche Gerät. Wer Beinvolumen will, ergänzt Kniebeugen mit dem eigenen Körpergewicht, Ausfallschritte oder eine Kombination aus freien Gewichten und Gewichtsweste. Wie sich so ein Aufbau insgesamt planen lässt, steht in unserem Guide zum Home-Gym einrichten.
Welches Gewicht stellst du am Seilzugturm ein?
Nimm das Gewicht, bei dem die letzten zwei Wiederholungen deutlich schwer werden, du sie aber noch sauber und ohne Schwung schaffst. Am TWHEELS Seilzugturm aus Eichenholz stehen dafür 14 Gewichtsblöcke mit zusammen 70 kg zur Verfügung.
Daraus folgt eine Zahl, die im Datenblatt nirgends steht, für die Planung aber die wichtigste ist: ein Block sind 5 kg. Das bestätigt auch das Zusatzgewicht-Set, das aus sechs Blöcken zu je 5 kg besteht. Dein kleinstmöglicher Schritt nach oben ist also immer 5 kg, und dieser Schritt bedeutet je nach Übung etwas völlig anderes.
| Übungstyp | Typischer Startbereich | Was 5 kg mehr bedeuten |
|---|---|---|
| Latzug, Rudern, Überzüge | 6 bis 10 Blöcke (30 bis 50 kg) | rund 10 bis 15 Prozent mehr, ein normaler Steigerungsschritt |
| Trizepsdrücken, Bizeps-Curls | 3 bis 5 Blöcke (15 bis 25 kg) | rund 20 bis 30 Prozent mehr, spürbar sportlich |
| Face Pull, Reverse Fly, Pallof Press | 1 bis 2 Blöcke (5 bis 10 kg) | eine Verdoppelung, hier lieber über Wiederholungen steigern |
Genau deshalb ist es kein Zeichen von Schwäche, wenn beim Face Pull wochenlang zwei Blöcke stehen bleiben. Bei einer kleinen hinteren Schultermuskulatur ist der nächste Block schlicht ein zu grosser Sprung.
Wie steigerst du über acht Wochen?
Steigere nach dem Prinzip der doppelten Progression: erst die Wiederholungen bis ans obere Ende der Spanne bringen, dann einen Block mehr auflegen und wieder unten anfangen. Praktisch sieht das so aus:
- Woche 1 und 2: Gewicht finden, Technik sauber machen, bewusst zu leicht bleiben. Wer hier zu schwer startet, lernt Ausweichbewegungen statt Übungen.
- Woche 3 bis 6: jede Woche eine Wiederholung mehr pro Satz, bis du oben in der Spanne bist. Erst dann einen Block dazu.
- Woche 7 und 8: eine leichtere Woche einlegen, danach neu bewerten. Kraft entsteht in der Erholung, nicht im Dauerstress.
Und der ehrliche Teil: Für Anfängerinnen, Anfänger und den grössten Teil aller Trainierenden zuhause sind 70 kg reichlich. Wer beim Latzug allerdings schon länger trainiert, kommt an die Decke. Genau das schreibt uns auch ein Kunde in einer Bewertung zum Turm:
„Verarbeitung wirklich sauber, die Seilzüge laufen butterweich. Für Fortgeschrittene sind die 70 kg beim Latziehen aber knapp, da wäre mehr schön. Sonst gibt es nichts zu bemängeln.“
Tiago M., Kundenbewertung zum Fitness Seilzugturm
Der Ausweg ist kein neuer Plan, sondern das Zusatzgewicht: Mit dem 30-kg-Set stehen 100 kg zur Verfügung, und die Übungen bleiben exakt dieselben. Bis dahin lässt sich der Reiz auch ohne mehr Kilo erhöhen, etwa mit langsamerem Absenken über drei Sekunden oder mit einer kurzen Pause im schwersten Punkt.
Welche Fehler kosten dich am meisten Fortschritt?
Die häufigsten Bremsen sind selten die Übungsauswahl, sondern die Ausführung und die Planung drumherum.
- Zu schwer starten. Sobald der Oberkörper mitschwingt, arbeitet der Rücken nicht mehr. Zwei Blöcke weniger und stillstehen bringt mehr.
- Die Zughöhe nie anpassen. Der grosse Vorteil zweier höhenverstellbarer Züge verpufft, wenn alles auf Brusthöhe bleibt. Latzug gehört nach oben, Curls nach unten.
- Jede Woche neue Übungen. Abwechslung fühlt sich produktiv an, verhindert aber Vergleichbarkeit. Acht Wochen dieselben sechs Übungen, dafür mit mehr Gewicht.
- Nichts notieren. Blockzahl und Wiederholungen ins Handy, zwei Zeilen pro Einheit. Ohne diese Notiz ist doppelte Progression Ratespiel.
- Den Core weglassen. Pallof Press und Holzfäller sehen unspektakulär aus und sind genau die Übungen, die man am Kabelzug sonst nirgends so gut bekommt.
Wie passt der Plan in einen normalen Schweizer Alltag?
Ein Kabelzug ist das leiseste Krafttraining, das du in einer Mietwohnung machen kannst. Die Gewichtsblöcke laufen geführt und fallen nicht auf den Boden, es gibt kein Hantelscheppern und keinen Aufprall. Damit sind auch Einheiten um 21 Uhr realistisch, was bei Trittschall in einem Schweizer Altbau der entscheidende Punkt ist.
Was du wirklich brauchst, ist Platz davor: etwa anderthalb bis zwei Meter freie Fläche, damit du für Holzfäller und Pallof Press seitlich zum Turm stehen kannst. Der Turm selbst nimmt kaum Wandfläche weg, es ist die Bewegungsfläche, die den Raum bestimmt. Wer nicht in die Wand bohren möchte oder darf, nimmt die Variante mit Stehfuss.
Praktischer Tipp aus dem Alltag: Leg die drei Einheiten auf feste Wochentage und nicht auf „wenn Zeit ist“. Der Turm steht sichtbar im Raum, das erinnert von selbst. Wenn du unsicher bist, ob das Training zu dir passt, kannst du den Turm bei uns im Lager in Weesen nach Terminvereinbarung ausprobieren, bevor du dich entscheidest.
Häufige Fragen zum Trainingsplan am Seilzugturm
Wie oft pro Woche sollte ich am Seilzugturm trainieren?
Zwei bis drei Einheiten pro Woche mit einem Tag Pause dazwischen. Drei kurze Einheiten von 15 bis 25 Minuten funktionieren zuhause meist besser als zwei lange, weil sie sich leichter in den Tag schieben lassen.
Reichen 70 kg Widerstand für einen ernsthaften Trainingsplan?
Für die allermeisten Übungen und für alle, die neu oder wieder einsteigen, ja. Beim Latzug und beim Rudern kommen Fortgeschrittene nach einigen Monaten an die Grenze. Dafür lässt sich der Stapel mit dem Zusatzgewicht-Set auf 100 kg erweitern.
Kann ich am Seilzugturm auch die Beine trainieren?
Nur eingeschränkt. Möglich sind zum Beispiel Kickbacks und Abduktionen, aber ein Kabelzug ersetzt keine Kniebeuge. Plane für die Beine Körpergewichtsübungen oder freie Gewichte zusätzlich ein.
Wie lange dauert eine Einheit nach diesem Plan?
15 Minuten an den beiden kurzen Tagen, 20 bis 25 Minuten am längeren Tag. Mit Aufwärmsatz und 60 bis 90 Sekunden Satzpause bist du selten über einer halben Stunde.
Ist Kabelzug-Training für Anfänger geeignet?
Ja, es ist einer der sichersten Einstiege ins Krafttraining. Die Bewegung ist durch das Seil geführt, das Gewicht kann dir nicht entgleiten, und du kannst in kleinen Schritten von 5 kg steigern.
Wann merke ich die ersten Fortschritte?
Kraftzuwachs zeigt sich meist nach vier bis acht Wochen, zuerst im Gewicht auf dem Stapel und in der Haltung, sichtbare Veränderungen brauchen länger. Genau deshalb ist die Notiz nach jeder Einheit so nützlich: Sie zeigt Fortschritt, bevor der Spiegel es tut.
Unser Fazit
Ein Seilzugturm belohnt Struktur mehr als Motivation. Drei feste Termine pro Woche, sechs Übungen, die acht Wochen lang gleich bleiben, und eine kurze Notiz nach jeder Einheit reichen aus, um über ein Quartal deutlich stärker zu werden. Der Rest ist Geduld beim Steigern: erst Wiederholungen, dann der nächste 5-kg-Block.
Der Fitness Seilzugturm aus Eichenholz bringt die Voraussetzungen dafür mit, zwei unabhängige höhenverstellbare Züge, 14 Blöcke mit 70 kg und eine integrierte Klimmzugstange, in einer Bauweise, die im Wohnzimmer nicht nach Fitnessstudio aussieht. Wenn du dir zuerst die Bewegungen anschauen willst, starte mit den zehn Kabelzug-Übungen inklusive Anleitung und komm mit dem Plan hierher zurück.

